Dieser Artikel erschien zuerst bei unseren Kollegen von DJ-Extensions (englisch).
Wenn Sie auf Ihrer Website Google Analytics oder Google Ads einsetzen, ist Ihnen seit 2024 der Begriff „Consent Mode V2" begegnet. Google verlangt ihn, damit seine Dienste weiterhin sauber funktionieren. Dieser Beitrag erklärt in einfachen Worten, worum es geht und wie Sie ihn in WordPress und Joomla umsetzen.
Was ist Consent Mode V2?
Consent Mode V2 ist die Verbindung zwischen den Google-Tags auf Ihrer Seite – etwa Google Analytics und Google Ads – und der Cookie-Einwilligung Ihrer Besucher. Sagt eine Besucherin „Nein" zu Tracking-Cookies, passen sich die Google-Tags automatisch an und senden nur noch anonyme Signale oder gar keine. Sagt sie „Ja", laufen sie vollständig. Messung und Werbung richten sich also nach der Entscheidung der Nutzer, nicht umgekehrt.
Es gibt zwei Ausbaustufen. In der einfachen Variante lädt Google seine Tags erst, wenn die Einwilligung vorliegt. In der erweiterten Variante laden die Tags von Anfang an, senden ohne Einwilligung aber nur anonyme Signale ohne persönliche Daten. Welche Variante für Sie passt, hängt davon ab, wie wichtig Ihnen belastbare Zahlen gegenüber möglichst wenig Datenverarbeitung sind.
Warum das rechtlich zählt
Der Hintergrund ist der Datenschutz. In der EU verlangen die DSGVO und die ePrivacy-Richtlinie (das „Cookie-Gesetz") eine ausdrückliche Einwilligung, bevor Sie personenbezogene Daten verarbeiten oder Cookies setzen. In der Schweiz gilt das revidierte Datenschutzgesetz (revDSG) mit ähnlichen Grundsätzen. Wer Besucher aus der EU hat – und das trifft auf die meisten Schweizer Websites zu –, orientiert sich sinnvollerweise an den strengeren EU-Regeln.
Auch ausserhalb Europas gibt es vergleichbare Vorschriften, etwa den CCPA in Kalifornien, das LGPD in Brasilien oder das PIPEDA in Kanada. Der gemeinsame Nenner: Ohne Einwilligung dürfen Sie keine personenbezogenen Daten für Analyse und Werbung nutzen.
Wer Consent Mode V2 braucht
Kurz gesagt jede Website, die Google Analytics, Google Ads oder ein anderes Google-Werkzeug zur Datenerhebung verwendet. Ohne gültige Einwilligung riskieren Sie nicht nur rechtliche Probleme – Sie verlieren mit der Zeit auch Messdaten, weil Google unvollständige Signale abwertet.
Umsetzung in Joomla
In Joomla brauchen Sie zwei Bausteine: ein Werkzeug, das die Einwilligung Ihrer Besucher einholt (ein Cookie-Banner), und den Consent-Mode-Code, der die Google-Tags daran koppelt.
- Setzen Sie eine Consent-Management-Plattform ein – zum Beispiel Cookiebot – und binden Sie den zugehörigen Consent-Mode-Code im Kopfbereich Ihres Templates ein.
- Alternativ gibt es Joomla-Erweiterungen, die Einwilligungen selbst verwalten und Consent Mode V2 bereits mitbringen. So bleiben die Daten in Ihrer eigenen Installation, ohne laufendes Abo für einen externen Dienst.
Umsetzung in WordPress
In WordPress läuft es gleich, nur über Plugins:
- Installieren Sie ein Cookie-Consent-Plugin, das Consent Mode V2 unterstützt – gängig sind zum Beispiel Cookiebot oder CookieYes.
- Richten Sie das Banner so ein, dass es die Einwilligung DSGVO-konform einholt, und hinterlegen Sie den Consent-Mode-Code in den Plugin-Einstellungen.
In beiden Systemen ist der Ablauf derselbe: Banner einrichten, Einwilligung einholen, die Google-Tags über den Consent-Mode-Code daran koppeln – und danach prüfen, ob das Zusammenspiel wirklich funktioniert.
Fazit
Consent Mode V2 ist kein Selbstzweck, sondern der Weg, Messung und Werbung mit den Datenschutz-Regeln in Einklang zu bringen. Die Einrichtung ist überschaubar, will aber sauber gemacht und getestet sein – ein falsch gesetzter Code sammelt entweder zu viel oder liefert gar keine Daten mehr. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Seite korrekt eingerichtet ist, prüfen wir das gerne für Sie.