Dieser Artikel erschien zuerst bei unseren Kollegen von DJ-Extensions (englisch).
Joomla 3 wird von den Joomla-Machern nicht mehr gepflegt. Es gibt keine Sicherheitsupdates und keine Fehlerbehebungen mehr. Wer noch auf Joomla 3 läuft, sollte den Umstieg auf Joomla 5 planen. Dieser Beitrag zeigt, worauf es dabei ankommt.
Warum sich der Umstieg lohnt
Drei Gründe sprechen für den Wechsel:
- Sicherheit. Ohne Updates bleiben bekannte Lücken offen, und die Seite wird zu einem leichten Ziel.
- Erweiterungen. Neue Plugins und Vorlagen werden zunehmend nur noch für Joomla 4 und 5 gebaut. Wer auf Joomla 3 bleibt, hat weniger Auswahl und mehr Konflikte.
- Aufwand. Je länger man wartet, desto grösser wird der Abstand zur aktuellen Version – und desto mehr kann beim späteren Umstieg schiefgehen.
Joomla 5 bringt daneben spürbare Verbesserungen mit: eine überarbeitete Verwaltungsoberfläche, bessere Zugänglichkeit für Menschen mit Einschränkungen, eine optimierte Darstellung auf Mobilgeräten und einen aufgeräumten Medien-Manager. Für Besucherinnen und Besucher der Seite macht sich das vor allem in kürzeren Ladezeiten und einer klareren Bedienung bemerkbar.
Der Weg über zwei Etappen
Wer noch Joomla 3 einsetzt, wechselt nicht direkt zu Joomla 5. Der empfohlene Weg führt zuerst zu Joomla 4 und erst danach zu Joomla 5.
Für den ersten Schritt bringt Joomla ein eingebautes Migrationswerkzeug mit: Es prüft die Kompatibilität der Seite, sichert die Daten und begleitet durch die eigentliche Aktualisierung.
Der zweite Schritt, von Joomla 4 zu Joomla 5, ist technisch gesehen eine Aktualisierung und keine grundlegende Migration. Erweiterungen, die auf aktuellem Code basieren, laufen ohne Anpassung weiter. Für ältere Erweiterungen aktiviert Joomla automatisch ein Kompatibilitäts-Plugin, das veraltete Funktionsaufrufe abfängt, damit die Seite nicht sofort ausfällt.
Voraussetzungen prüfen
Bevor die Aktualisierung überhaupt angeboten wird, muss der Server folgende Mindestanforderungen erfüllen:
- PHP mindestens Version 8.1
- MySQL ab Version 8.0.13
- MariaDB ab Version 10.4
- PostgreSQL ab Version 12
Diese Angaben findet man in Joomla 4 unter System → Systeminformationen. Erfüllt der Server die Anforderungen nicht, zeigt Joomla die Aktualisierung erst gar nicht an.
Erweiterungen und Vorlage prüfen
Vor dem Umstieg lohnt sich ein Blick auf jede installierte Erweiterung. Manche laufen ohne Weiteres unter Joomla 5, manche nur mit dem Kompatibilitäts-Plugin, und einzelne funktionieren danach nicht mehr richtig oder bringen die ganze Seite zum Stillstand. Drei Wege helfen bei der Prüfung:
- Auf der Website des jeweiligen Herstellers nachsehen, ob Joomla-5-Kompatibilität bestätigt ist.
- Eine Kopie der Seite auf einer Testumgebung anlegen und dort die Aktualisierung durchspielen.
- Eine leere Joomla-5-Installation aufsetzen und die Erweiterungen dort einzeln ausprobieren.
Wer sich dabei unsicher ist, sollte diesen Test nicht auf der aktiven Seite durchführen. Eine Testumgebung kostet etwas Zeit, verhindert aber, dass Besucherinnen und Besucher eine defekte Seite zu Gesicht bekommen.
So läuft die Aktualisierung ab
Vor jeder Aktualisierung steht eine vollständige Datensicherung – und ein Test, ob sich diese Sicherung auch wirklich zurückspielen lässt. Danach wechselt man im Update-Bereich von Joomla den Aktualisierungskanal auf die neue Version, prüft die angezeigten Hinweise zu Pflicht- und empfohlenen Einstellungen sowie zu den Erweiterungen und startet die Aktualisierung. Ein Blick in die Versionsanzeige bestätigt anschliessend, dass die Seite nun auf Joomla 5 läuft.
Fazit
Der Umstieg auf Joomla 5 ist kein Sprung ins Ungewisse, sondern ein planbarer Prozess: Voraussetzungen prüfen, Erweiterungen testen, sichern, aktualisieren. Wer den Schritt hinauszögert, riskiert vor allem eines – dass die Lücke zur aktuellen Version mit jeder Wartezeit grösser und der spätere Umstieg aufwendiger wird.