Dieser Artikel erschien zuerst bei unseren Kollegen von DJ-Extensions (englisch).

Joomla 4 ist ein grosser Schritt für das Content-Management-System. Es bringt eine neue Oberfläche, setzt eine aktuellere PHP-Version voraus und entfernt veraltete Funktionen. Wenn Ihre Website noch auf Joomla 3 läuft, lohnt sich der Umstieg – für Sicherheit, Barrierefreiheit und Tempo. Der Ablauf ist überschaubar, aber er braucht Vorbereitung. Wichtig vorab: Sichern Sie Ihre Website, bevor Sie irgendetwas ändern.

Warum sich der Umstieg lohnt

Joomla 3 erschien 2013, Joomla 4 folgte 2021. Neuere Joomla-Versionen erhalten laufend Sicherheitsupdates; alte Versionen irgendwann nicht mehr. Dazu kommen praktische Vorteile:

  • Eine bessere Grundlage bei Technik und Bedienung.
  • Ein moderneres Standard-Template im Front-End.
  • Verbesserungen bei Sicherheit, Barrierefreiheit und Suche.

Vor der Migration: die Vorbereitung

Der grösste Teil der Arbeit passiert vor dem eigentlichen Update. Arbeiten Sie diese Punkte der Reihe nach ab:

  • Vollständiges Backup. Sichern Sie Dateien und Datenbank. Am einfachsten geht das mit einer Backup-Erweiterung. Überspringen Sie diesen Schritt nicht – ohne Sicherung lässt sich ein Fehler kaum rückgängig machen.
  • Auf die letzte Joomla-3-Version aktualisieren. Bringen Sie die Seite zuerst auf die letzte Ausgabe der 3er-Reihe (3.10.x). Erst von dort führt der offizielle Weg zu Joomla 4.
  • Pre-Update-Check ausführen. Joomla 3.10 hat eine eingebaute Prüfung. Sie zeigt, ob Ihre Umgebung und Ihre Erweiterungen mit Joomla 4 zusammenpassen. Sie finden sie unter Komponenten → Joomla-Aktualisierung → Vor-Update-Prüfung.
  • Technische Anforderungen prüfen. Kontrollieren Sie PHP-Version, Datenbank und Server. Die Systeminformationen liegen unter System → Systeminformationen. Reicht die PHP-Version nicht, hebt sie Ihr Hoster meist auf Anfrage an.
  • Datenbankschema prüfen. Unter Erweiterungen → Verwalten → Datenbank sehen Sie, ob das Schema aktuell ist. Meldet Joomla eine Abweichung, genügt ein Klick auf „Reparieren".
  • Erweiterungen und Templates kontrollieren. Prüfen Sie, welche Zusätze bereits für Joomla 4 bereitstehen. Nicht kompatible Erweiterungen aktualisieren, ersetzen oder entfernen Sie vor der Umstellung. Was Sie nicht mehr brauchen, deinstallieren Sie am besten gleich.

Die Umstellung Schritt für Schritt

Sind alle Vorprüfungen sauber, folgt das eigentliche Update im Joomla-Backend:

  • Setzen Sie unter System → Konfiguration im Reiter „Server" die Fehlerberichterstattung vorübergehend auf „Maximum" und speichern Sie.
  • Öffnen Sie Komponenten → Joomla-Aktualisierung → Optionen und wählen Sie beim Update-Kanal „Joomla Next". Speichern Sie.
  • Laden Sie das Joomla-4-Paket hoch und starten Sie das Update über „Hochladen & aktualisieren". Alternativ zieht Joomla das Paket selbst.
  • Bestätigen Sie die Installation mit Ihrer Anmeldung. Nach wenigen Minuten landen Sie im neuen Joomla-4-Dashboard.

Nach der Umstellung

Mit dem Dashboard ist die Arbeit noch nicht ganz fertig. Diese Kontrollen gehören dazu:

  • Cache leeren.
  • Das Datenbankschema erneut prüfen und eine gemeldete Abweichung wieder mit „Reparieren" beheben.
  • Front-End und Back-End durchklicken: Startseite, Menüs, Formulare und die wichtigsten Unterseiten ansehen.
  • Die Fehlerberichterstattung wieder auf „Systemstandard" zurückstellen.

Testen Sie den Ablauf idealerweise zuerst an einer Kopie der Website, nicht direkt im Live-Betrieb. So bemerken Sie Probleme, bevor Ihre Besucher sie sehen.

Fazit

Die Migration von Joomla 3 auf Joomla 4 ist gut machbar, wenn Sie der Reihe nach vorgehen: sichern, prüfen, aktualisieren, kontrollieren. Der häufigste Fehler ist das fehlende Backup – der zweithäufigste eine Erweiterung, die unter Joomla 4 nicht mehr läuft. Wenn Sie sich den Schritt nicht selbst zutrauen oder die Seite geschäftskritisch ist, übernehmen wir die Umstellung für Sie und halten Ihre Joomla-Installation danach aktuell.