Dieser Artikel erschien zuerst bei unseren Kollegen von DJ-Extensions (englisch).
Am 27. Mai 2023 wurde WordPress 20 Jahre alt. Ein guter Anlass, kurz einzuordnen, was hinter diesem Namen steckt – gerade weil WordPress heute einen grossen Teil aller Websites weltweit antreibt.
Was ist WordPress?
WordPress ist ein Open-Source-Content-Management-System (CMS). Es wurde 2003 veröffentlicht und seither laufend weiterentwickelt. Nach Angaben der WordPress-Community läuft heute ein grosser Teil aller Websites im Internet damit – Tendenz steigend.
Eine Website mit WordPress aufzubauen, ist auch ohne Programmierkenntnisse machbar. Das System gilt als flexibel und benutzerfreundlich. Für viele einfache Websites reichen die Grundfunktionen bereits aus. Wer mehr braucht, findet Tausende Plugins, die sich nachträglich einbauen lassen.
Weil WordPress Open Source ist, lässt sich der Code frei einsetzen, anpassen und erweitern – auch für kommerzielle Projekte, ohne Lizenzgebühren. Rund um WordPress hat sich eine grosse Gemeinschaft aus Entwicklerinnen, Designern und Anwenderinnen gebildet, die Fehler meldet, neue Funktionen vorschlägt und eigene Plugins und Themes veröffentlicht.
Die wichtigsten Funktionen im Überblick
- Einfachheit. Eine eigene Website lässt sich ohne grossen technischen Aufwand aufbauen.
- Flexibilität. Blog, Firmenwebsite oder Onlineshop – WordPress deckt unterschiedliche Website-Typen ab.
- Publikations-Werkzeuge. Beiträge lassen sich als Entwurf speichern, für ein bestimmtes Datum planen oder als privat markieren, sodass sie nur eingeloggten Personen sichtbar sind.
- Benutzerverwaltung. Unterschiedliche Rollen – etwa Administratorin, Redaktor oder Mitwirkende – regeln, wer welche Rechte auf der Website hat.
- Medienverwaltung. Bilder und Dateien lassen sich per Drag-and-drop hochladen und verwalten.
- Suchmaschinen-Grundlage. Die Struktur von WordPress lässt sich gut für SEO nutzen – die eigentliche Optimierung bleibt trotzdem Aufgabe der Betreiber.
- Mehrsprachigkeit. WordPress ist in weit über 70 Sprachen verfügbar, zusätzliche Plugins ermöglichen mehrsprachige Websites.
Diese Grundfunktionen decken den Alltag der meisten Websites ab: einen neuen Beitrag schreiben, ein Bild einfügen, eine Seite anpassen. Für alles, was darüber hinausgeht – etwa einen Terminkalender, ein Kontaktformular oder eine Produktübersicht –, greifen die meisten WordPress-Websites auf Plugins zurück, statt die Funktion selbst zu programmieren.
Für wen eignet sich WordPress?
WordPress richtet sich an Einsteigerinnen und Einsteiger ebenso wie an erfahrene Entwicklerinnen und Entwickler. Für eine einfache Vereins- oder Firmenwebsite reicht oft eine Grundinstallation mit einem passenden Theme. Planen Sie ein grösseres Projekt, etwa einen Onlineshop mit vielen Produkten, lässt sich WordPress gezielt mit Plugins erweitern.
Ein Punkt ist wichtig, bevor Sie sich entscheiden: Die grosse Auswahl an Plugins und Themes ist ein Vorteil, macht Pflege und Updates aber auch anspruchsvoller. Plugin, Theme und WordPress-Kern müssen zusammenpassen und regelmässig aktualisiert werden, damit Ihre Website sicher und schnell bleibt. Bleiben einzelne Bestandteile über längere Zeit unaktualisiert, steigt das Risiko für Sicherheitslücken und Darstellungsfehler.
Wenn Sie sich unsicher sind, ob WordPress zu Ihrem Vorhaben passt: Entscheidend ist weniger die Wahl des Systems als die Frage, wer die Website danach betreut. Ein CMS allein baut keine Website und pflegt sie auch nicht von selbst.
Fazit
WordPress ist eines der meistgenutzten CMS weltweit – aus gutem Grund: einfacher Einstieg, grosse Flexibilität und eine aktive Community. Für den Alltag zählt aber weniger, welches System hinter einer Website steckt, sondern wie gut sie gepflegt wird. Egal ob WordPress oder ein anderes System: Regelmässige Updates und ein wachsames Auge halten eine Website langfristig sicher und funktionsfähig.