Dieser Artikel erschien zuerst bei unseren Kollegen von DJ-Extensions (englisch).
Die Wahl des richtigen Content-Management-Systems (CMS) ist eine der ersten grösseren Entscheidungen, wenn eine neue Website entsteht. Zwei Namen tauchen dabei immer wieder auf: WordPress und Joomla. Beide sind ausgereift, beide werden von vielen Seiten weltweit genutzt – und trotzdem passen sie nicht gleich gut zu jedem Vorhaben. Welches das richtige ist, hängt von Ihren Anforderungen ab, nicht von der Popularität.
Was die beiden gemeinsam haben
WordPress und Joomla sind beide kostenlos, quelloffen und in PHP geschrieben; ihre Inhalte liegen in einer Datenbank. WordPress startete 2003 als Blog-Werkzeug und wurde zu einem vollwertigen CMS für jede Art von Website. Joomla erschien 2005 und war von Anfang an auf grössere, strukturierte Auftritte ausgelegt. Beide haben eine grosse Gemeinschaft aus Nutzern und Entwicklern, die das System pflegen und weiterentwickeln.
WordPress: einfach und weit verbreitet
WordPress gilt als besonders einsteigerfreundlich. Die Bedienoberfläche ist übersichtlich, Inhalte lassen sich ohne Programmierkenntnisse anlegen und bearbeiten. Dazu kommt eine riesige Auswahl an Designs und Erweiterungen, mit denen sich fast jede Funktion nachrüsten lässt – vom Kontaktformular bis zum Online-Shop.
- Leicht zu bedienen, auch ohne Vorwissen.
- Sehr grosse Auswahl an Vorlagen und Erweiterungen.
- Betreibt über 40 Prozent aller Websites weltweit.
- Grosse Gemeinschaft, viel Hilfe und Anleitungen im Netz.
Für Blogs, Firmen-Websites, Portfolios oder kleinere Shops ist WordPress in der Regel eine solide, unkomplizierte Wahl.
Joomla: mehr Struktur für komplexere Projekte
Joomla richtet sich eher an Anwender, die mehr Kontrolle brauchen. Es bringt von Haus aus eine feine Benutzer- und Rechteverwaltung mit und unterstützt mehrsprachige Websites, ohne dass man dafür zusätzliche Erweiterungen braucht. Die Vorlagen gelten als etwas flexibler, dafür ist der Einstieg steiler.
- Detaillierte Benutzer- und Rechteverwaltung.
- Mehrsprachigkeit bereits eingebaut.
- Flexible Vorlagen für anspruchsvollere Layouts.
- Ausgeprägter Fokus auf Sicherheit.
Wenn eine Website in mehreren Sprachen läuft oder viele Personen mit unterschiedlichen Rechten daran arbeiten, spielt Joomla seine Stärken aus.
Bedienung im Alltag
Hier liegt der grösste Unterschied. WordPress führt Sie mit wenigen, klaren Menüs zum Ziel und hat einen visuellen Editor, der ohne Code auskommt. Joomla bietet mehr Einstellungen und Menüpunkte – das wirkt am Anfang unübersichtlich, gibt Ihnen später aber mehr Spielraum. Anders gesagt: WordPress ist schneller vertraut, Joomla belohnt Einarbeitung.
Sicherheit
Beide Systeme lassen sich sicher betreiben. Weil WordPress so verbreitet ist, wird es häufiger angegriffen – das bedeutet nicht, dass es unsicher wäre, aber Aktualisierungen sind wichtig. Joomla bringt einige Schutzmechanismen direkt mit. Entscheidend ist bei beiden dasselbe: Ein System ist nur so sicher wie seine Pflege. Regelmässige Updates von Kern, Vorlagen und Erweiterungen sind der wirksamste Schutz.
Welches passt zu Ihnen?
Es gibt kein grundsätzlich besseres System, nur ein passenderes:
- WordPress, wenn Sie schnell starten, Inhalte selbst pflegen und eine unkomplizierte Standard-Website möchten.
- Joomla, wenn Sie mehrere Sprachen, abgestufte Benutzerrechte oder eine stärker strukturierte Seite brauchen.
Fazit
WordPress und Joomla sind beide zuverlässige Grundlagen für eine Website – die Wahl hängt von Ihren konkreten Anforderungen ab, nicht von einem Trend. Wichtig ist vor allem, was danach kommt: Beide Systeme brauchen regelmässige Wartung, damit sie sicher und aktuell bleiben. Genau das übernehmen wir für Sie – egal, ob Ihre Seite auf WordPress, Joomla oder etwas anderem läuft.